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Blood on the Clocktower (YOURBLOODNIGHT)

oder auch: „Keine Sorge, ihr könnt mir vertrauen.“

Am, nun ja, ‚letzten‘ Samstag (17.04.2026) – man möge mir verzeihen, denn ich war zwei Wochen im Exil – war es wieder an der Zeit, sich zur mittlerweile 13. YOURBLOODNIGHT im Mika-Fit in Mickten zu versammeln.

Passend zu dieser magischen Zahl sollten wir im Laufe dieses Abends zwei Runden des Custom-Skriptes ‚Uncertain Death‘ (von Matt; BotC-Reddituser) spielen. Ein Skript, das die Gehirne meiner vierzehn Spieler*innen wahrlich zum qualmen bringen sollte – meines auch, wenn ich ehrlich bin.

Der wundersame Fund

Saskia, als unser heutiger Uhrmacher, erfuhr in der ersten Nacht, dass der Dämon und sein nächster Scherge drei Plätze auseinander sitzen mussten. Das stimmte zwar nicht, doch die Wahrheit mochte ich ihr nicht sagen, war sie doch durch ihre bloße Nähe zu Anna 1 (NoDashii/Dämon) vergiftet worden.

Bastie wusste nun, dass er Jakob (Totengräber) vertrauen konnte, war er doch die Großmutter und Jakob sein Enkelkind. Marius (Pate) zeigte ich die Token der beiden Außenseiter, die wir durch ihn im Spiel hatten, und Patte (Uhrmacher) konnte ich entspannt eine ‚0‘ zeigen, denn er saß zwischen zwei lebenden Bürgern.

Tja, und dann kam es zu einer kleinen Überraschung, denn ich musste Franz offenbaren, dass es sich bei ihm nicht um den Mönch, sondern um die Scharlachrote Frau handelte. Keine Sorge, das war kein Fehler meinerseits, sondern eine Folge meines Setups mit vierzehn Spieler*innen und der Marionette. Das ist nämlich so: wenn die Marionette und insgesamt drei Schergen im Spiel sind, dann wird ein Token durch eine zusätzliche Bürgerrolle ersetzt, damit gewährleistet wird, dass neben dem Dämon immer ein Platz für seine Marionette frei ist. Der Scherge wird dann nachts informiert und kennt dadurch bereits eine Rolle, die mit Sicherheit nicht im Spiel ist – ein kleiner Vorteil, wenn man so will.

Dies waren die Informationen der ersten Nacht, die fürs erste für genug Gesprächsstoff sorgen sollten.

Grimoire erste Nacht, erste Runde (17.04.26)
Grimoire erste Nacht, erste Runde (17.04.26)

In der ersten Tagesrunde wurden vorsichtig, aber rege Informationen ausgetauscht und als meine Spieler*innen nur wenige Minuten später wieder zu mir zurückkehren mussten, stellte sich folgendes Bild dar: Saskia wollte sterben, aber ihre Rolle und die dazugehörigen Informationen noch nicht der großen Menge offenbaren. Zum Glück für mein blaues Team gab es tatsächlich einen Totengräber unter ihnen, der sich dadurch später vielleicht würde confirmen können. Ansonsten hielt man sich lieber bedeckt, denn unter ihnen gab es nur wenige ‚Wegwerfrollen‘, was den Willen, sich hinrichten zu lassen, durchaus schmälerte. Aber zumindest für heute hatten wir ja bereits ein Opfer gefunden und damit ging es auch schon in die nächste Nacht.

In dieser entschied sich Anna 1 (NoDashii/Dämon) dafür, den Schnarr (Exorzist) zu ermorden. Das war eine gute Wahl, denn er hätte sie mit seinem Blockieren der Fähigkeit durchaus unter Druck setzen können. Doch da er es nicht besser wusste, hatte er sich für Anna 2 (Orakel) entschieden, was ihn leider nicht vor seinem Tod bewahrte.

Unserem Empathen (Patte) musste ich nun leider eine ‚1‘ zeigen, denn seine neue lebende Nebenfrau war Alina. Die glaubte zwar von sich, das Blumenmädchen und damit ein unbescholtener Bürger zu sein, doch das stimmte nur so halb. In Wirklichkeit war sie die Marionette und saß damit logischerweise neben ihrem Dämon – Anna 1.

Jakob (Totengräber) zeigte ich derweil den Uhrmacher-Token und Alina gab ich mit einem Nicken zu verstehen, dass der Dämon am Tage mit abgestimmt hatte – was tatsächlich der Wahrheit entsprach. Anna 2 (Orakel) zeigte ich eine ‚0‘, denn obwohl auch das wahr war, wollte ich sie doch vorerst in Sicherheit wiegen, um ihr später ein paar falsche Zahlen unterzujubeln. Da zwischen unseren beiden Annas Elias (Einsiedler) saß, bei dem es sich um einen Außenseiter handelte, war das Gift unseres Dämons auf unser unwissendes Orakel übergesprungen. Und Last but not least: Franz-Joseph wollte auch in dieser Nacht seine Fähigkeit als Schneiderin noch nicht benutzen.

Am zweiten Tag blieb selbst die Verwirrung verwirrt und man konnte sich nicht so recht darauf einigen, wie man nun vorgehen sollte. Patte wusste nun, dass er Alina möglicherweise nicht vertrauen konnte, doch das wollte er in der großen Runde noch nicht öffentlich machen. Der Schnarr ließ verlauten, dass er der Exorzist gewesen sei und Anna 2 gewählt hatte, doch das musste unser Orakel noch nicht entlasten: sie konnte schließlich immer noch ein NoDashii sein oder aber ein Meuchelmörder hätte ihn stattdessen niederstrecken können.

Nach ein wenig Hin und Her gingen wir leider ohne eine Hinrichtung in die Nacht, denn mein Dorf konnte sich auf niemanden der ihrigen einigen.

Anna 1 (NoDashi/Dämon) entschied sich diese Nacht für Patte (Empath), den ich dadurch in dieser Nacht nicht mehr würde wecken müssen. Auch Jakob (Totengräber) verblieb im Land der Träume, denn am Tag war ja niemand getötet worden. Alina (Blumenmädchen) zeigte ich grinsend eine ‚0‘, die sie mit einem Kopfschütteln quittierte, denn es hatte schließlich niemand für irgendjemanden abgestimmt. 😅

Um Patte ein wenig zu diskreditieren, zeigte ich Anna 2 (Orakel) ab jetzt eine ‚1‘, was bedeutete, dass einer der drei Verstorbenen böse sein musste. Und am Ende erfuhr Franz-Joseph, dass Patte und Alina nicht derselben Fraktion angehörten – womit er seine Fähigkeit als Schneiderin verbrauchte.

Am Tage musste man sich nun endlich ein neues Opfer suchen und die Wahl fiel auf Alina (Marionette/Blumenmädchen). Ihr wurde zwar nicht direkt misstraut, doch Patte hatte sich einen kleinen Plan mit Franz-Joseph ausgedacht und fühlte sich nun bestätigt, durch dessen Wahl und die Antwort meinerseits. Da Anna 1 (NoDashii/Dämon) ihr bisher noch nicht mitgeteilt hatte, dass es sich bei ihr um die Marionette handelte, war sie sich keiner Schuld bewusst und argumentierte hitzig mit unserem verstorbenen Empathen. Am Ende offenbarte sie ihre Rolle und die daraus folgenden Informationen und gab sich ihrem Schicksal hin – eine Wendung, die mir ganz und gar nicht gefiel. Glücklicherweise hatte ich mir für diesen Abend ein Fallnetz gebaut, welches auch bald zum Einsatz kommen sollte.

Also verabschiedeten wir uns von Alina und gingen ein weiteres Mal in die Nacht.

In der vierten Nacht durfte Franz-Joseph sein kleines Kerzchen anzünden, doch da er seine Fähigkeit ja bereits verwendet hatte, störte ihn das weniger. Tja, und dann kam, was kommen musste: ich zeigte Jakob (Totengräber) auf der Skriptübersicht die Marionette. Der riss überrascht seine Augen auf, denn er wusste genau, was das bedeuten musste. Da die Marionette zur Karussell-Erweiterung gehört, besitze ich den dazugehörigen Token noch nicht (aber dank Mike wird sie dieses Jahr noch bei mir eintrudeln, hehe). Da dieser aber nicht aus dem Sack gezogen wird, ist das glücklicherweise kein Problem.

Anna 2 (Orakel) gab ich zu verstehen, dass sich an ihrer ‚1‘ nichts verändert hatte – leider hatte sie mein Zeichen anders interpretiert, als ich gehofft hatte: sie war sich sicher, dass sich die ‚1‘ auf den Schnarr bezog und das konnte ich nicht weiter beeinflussen – was allerdings auch okay ist, um ehrlich zu sein. 😅

Sitzkreis YBLN (17.04.26)
Sitzkreis YBLN (17.04.26)

Nun war klar, auf wen mein Dorf gehen musste, denn eines war sehr deutlich: die Marionette sitzt immer neben dem Dämon (sie könnte theoretisch auch neben dem Einsiedler sitzen, um ganz genau zu sein). Und wer saß neben Alina und war noch am Leben?

Anna 1. Obwohl sie sich große Mühe gab und auch bis zum Ende versuchte, in ihrer Rolle zu bleiben, so war doch klar, dass man sie aufs Schafott bringen musste. Johan (Dämonenjäger) klinkte sich noch ein und gab seinen Schuss auf Anna 2 ab, „um ganz sicher zu sein“ – wodurch allerdings nichts geschah (da hatte wohl jemand auf ein coolen Move gehofft). Gesagt, getan, und ab war der Kopf, doch hier kam mein Sicherheitsnetz zum Tragen und wir gingen in einer weiteren Nacht. Wie das ging?

Nun, unter meinen Spieler*innen befand sich eine unschuldige Scharlachrote Frau: Franz. Da mehr als fünf Spieler*innen noch am Leben waren, wurde er zum neuen NoDashii und vergiftete somit seine beiden Nachbar*innen – schade, dass einer von ihnen bereits tot war und der andere (Jakob/Totengräber) ihm gleich folgen sollte. Das brach Basties armes, altes Herz, denn damit war sein Enkelkind verstorben und auch er schloss sich dem Reich der Toten an. Anna 2 (Orakel) musste ich nun eine ehrliche ‚2‘ zeigen, denn ihre Vergiftung hatte sich durch den Tod des ersten NoDashii in Wohlgefallen aufgelöst.

Den Rest musste ich nachts nicht wecken und so begann der nächste Tag.

Sechs Spieler*innen waren noch am Leben – zwei böse und vier gute. Spätestens jetzt wurde es Zeit, sich der großen Menge zu offenbaren und so musste jeder preisgeben, welche Rolle er zumindest behauptete zu spielen. Shari (Liebchen) war zuvor sehr still gewesen, um sich den Roten nicht preiszugeben, würde ab ihrem Tod schließlich jemand für immer betrunken sein. Doch jetzt war sie sich sicher, dass man Marius (Pate) nicht vertrauen konnte und es sich bei ihm mit großer Wahrscheinlichkeit um die Scharlachrote Frau handeln mochte. Das war zumindest nah dran und so dauerte es nicht lange, bis wir uns auch von ihm verabschiedeten.

In der letzten Nacht tötete Franz (NoDashii/Dämon) dann Anna 2, wodurch ich niemanden mehr im Schutz der Dunkelheit wecken musste. Ich ließ mir dennoch etwas Zeit, denn das mussten meine Spieler*innen ja nicht wissen. 😅

Doch sie sollten nicht zu lange warten und gemeinsam starteten wir in den letzten Tag der ersten Partie.

Nun waren nur noch vier meiner tapferen Spieler*innen am Leben und einer von ihnen musste der Imposter sein. Nur wer?

Da Elias und Shari beide claimten, Außenseiter zu sein, vertraute ihnen die Gruppe, und auch Johan schien die Wahrheit zu sagen. Da blieb leider nur Franz übrig und obwohl er sich bemühte, konnte er sich am Ende nicht gegen seine ‚Kontrahenten‘ durchsetzen und es sprühten bunte Funken für mein gutes Team.

Gut gemacht! – und zwar beide.

„Ich bin der Bibliothekar.“, sprach der Meuchelmörder.

    Outdoor Mika Fitness YBLN (17.04.26)
Outdoor Mika Fitness YBLN (17.04.26)

Schönerweise blieben mir alle meine Spieler*innen erhalten und so gab es eine kleine Raucherpause, in der ich mein neues Setup zusammenstellte. Danach fand sich die Gruppe wieder im Sitzkreis ein und nachdem jeder seinen Token bei mir in der Umkleide gezogen hatte, ging es auch schon weiter.

Elias als Großmutter wusste nun, dass Anna 1 der Empath sein sollte. Ich schreibe ‚sollte‘, denn daran waren ein paar Dinge interessant und gelogen:

1) Anna 1 hatte ein zweites Mal den NoDashii gezogen, was sie mit einer kleinen Grimasse quittiert hatte (bei ihr ist die Wahrscheinlichkeit den Dämon oder einen Schergen zu ziehen bisher wirklich erstaunlich hoch 😅).

2) Da Elias neben Anna 1 saß, war er durch ihre bloße Anwesenheit vergiftet worden, und ich zeigte ihm ihre stärkste Bluffrolle, um ihr einen festen Stand in der Gruppe zu ermöglichen.

3) Leider entschied sich Anna 1 für eine andere Bluffrolle, was Elias aber glücklicherweise erst deutlich später der großen Runde berichten sollte.

Patte (Pate (lol)) gab ich zu verstehen, dass es keinen Außenseiter im Spiel gab, was ihm zwar einen zusätzlichen Kill verwehrte, aber dafür konnte er wunderbar als Außenseiter bluffen und musste sich dadurch nicht zu schnell mit Anna 1 besprechen.

Alina (Wahrsagerin) war zwar diesmal keine Marionette, doch sie saß noch immer neben Anna 1 (ein Schicksal, das sie mit Elias teilte), weswegen ich auf ihre Frage antworten konnte, wie ich wollte. Also lenkte ich sie von Anna 1 ab, was bei ihr auf nährbaren Boden fiel.

Anna 2 hingegen war unser heutiger Uhrmacher und erhielt von mir auch dieses Mal eine ‚3‘, nur mit dem Unterschied, dass diese Info diesmal der Wahrheit entsprach.

Das waren die Informationen der ersten Nacht, die weiteren Charaktere würden frühestens ab der nächsten aktiv werden.

Grimoire erste Nacht, zweite Runde (17.04.26)
Grimoire erste Nacht, zweite Runde (17.04.26)

Am Tag ließ sich dann Anna 2 relativ klaglos hinrichten, allerdings ohne sich und ihre Informationen zu offenbaren. Man merke, meine Spieler*innen haben sich im Laufe unserer Runden durchaus entwickelt 😅. Früher wurde das direkt herausposaunt. Das sollte es natürlich einem Totengräber ermöglichen, sich im Stillen zu offenbaren, doch meine Gruppe sollte es diesem nicht so leicht machen, wie in der Runde zuvor.

An diesem Abend sollten besonders für die ersten Tode der Partien unsere reinrassigen Shetland-Ponys zum Einsatz kommen 😅. Aber keine Sorge: die werden liebevoll gepflegt.

Und damit ging es auch schon wieder in die Nacht: Anna 1 tötete Shari (Orakel), der ich dadurch leider keine Informationen geben konnte. Johan (Exorzist) entschied sich für Bastie, doch da der nicht der Dämon war, ging dieser Versuch ins Leere.

Marius (Totengräber) zeigte ich wahrheitsgemäß den Uhrmacher-Token und der Schnarr entschied sich dafür, seine Fähigkeit noch ein wenig aufzusparen.

Am Tage wurde zwar viel diskutiert, aber leider wieder niemand hingerichtet. Das gefiel mir zwar nicht und war für Marius doof, aber da kann ich nun mal nichts dran ändern.

Doch bevor wir in die Nacht gehen würden, sollte noch etwas erstaunliches geschehen und ich muss zugeben, dass ich sowohl überrascht als auch begeistert war:

Bastie – seines Zeichens Muschelmörder – gab seine Rolle als Bibliothekar bekannt. Im ersten Moment hielt ich das für keine gute Idee, denn er hatte seinen Schuss bisher nicht benutzt und der Bibliothekar war schließlich gut für Exekutionen, wenn man sonst niemanden hatte. Doch dann stellte sich heraus, was er wirklich damit bezweckte.

Ich hatte ursprünglich den Bibliothekar aus meinem Setup entfernt, um zu verschleiern, dass es keinen Außenseiter unter ihnen gab. Das nutzte Bastie und gab vor, vergiftet worden zu sein, denn die beiden Spieler*innen, die ihm als ‚Liebchen‘ gezeigt worden waren, hatten dies verneint. Damit war für ihn klar, dass entweder Johan (Exorzist) oder Marius (Totengräber) der NoDashii sein mussten – immerhin war er noch am Leben, was gegen einen Pukka sprach. Das war für die Gruppe schlüssig, aber für keinen der beiden konnten zumindest an diesem Tag genug Stimmen gesammelt werden. Johan, der Bastie nachts ‚geprüft‘ hatte, vertraute seinen Worten, was für ihn bedeutete: es musste Marius sein.

Marius glaubte Bastie nicht, doch damit stand er derzeit eher allein da – obwohl … dem Schnarr fiel es auch sichtlich schwer, diesen Gedankengängen zu folgen 😅.

Sitzkreis YBLN (17.04.26)
Sitzkreis YBLN (17.04.26)

Wieder einmal wurde es Nacht und Anna 1 (NoDashii/Dämon) entschied sich dafür, Marius zu töten, was allerdings ins Leere ging, denn dieser wurde von Jakob (Mönch) beschützt. Gleichzeitig wurde dieser von Johan ‚überprüft‘ und Bastie (Muschelmörder) entschied sich dazu, seinen tödlichen Angriff auf Franz zu werfen. Dieser hatte wohl etwas zu sehr angedeutet, dass es sich bei ihm um den Dämonenjäger handelte. Schade, dass sie sich nicht absprechen konnten, denn wäre es umgekehrt gewesen, hätten sie in dieser Nacht sogar beide Ziele eliminieren können.

Um Anna 1 zu unterstützen und Elias (Großmutter) ein wenig zu diskreditieren, gab ich Alina zu verstehen, dass in ihrer heutigen Wahl der Dämon dabei sein könnte.

Marius konnte ich leider nichts zeigen, denn das Dorf hatte ja bei Tage niemanden exekutiert.

Tagsüber stieg dann die allgemeine Unsicherheit. Die Gruppe vertraute Bastie, denn so einen ‚bold Move‘ erwartete wohl keiner von ihnen. Doch Johan war sich unsicher, denn seiner Meinung nach konnte es Marius ja nicht sein. Dem hielt Patte entgegen, dass es immer noch einen Meuchelmörder geben mochte, der stattdessen getötet hatte, was ja tatsächlich der Wahrheit entsprach (wenn auch ein wenig anders als angenommen).

Da Johan und Marius nun wieder unter Beschuss standen, waren beide genötigt, sich der Gruppe zu offenbaren. Doch da Johan lauter war und Marius sich nur über Saskia bestätigen konnte, ließ sich mein Dorf leider nicht Erbarmen (der Uhrmacher hätte auch gut geraten sein können).

Und damit ging es ein weiteres Mal in die Nacht. Da Jakob (Mönch) Franz-Joseph beschützte, war die Bahn für Johan (Exorzist) frei, und da er leider nicht Anna 1 (NoDashii/Dämon) wählte, musste er sich meucheln lassen.

Alina (Wahrsagerin) konnte ich weiter in ihrer Annahme bestätigen, dass Elias nicht vertrauenswürdig war und schönerweise war sie sich ganz sicher, dass sie nicht vergiftet war. Hehe.

Zum Schluss entschied sich dann der Schnarr (Schneiderin), dass es jetzt an der Zeit war, seine Fähigkeit zu nutzen, und erfuhr, dass Johan und Patte nicht demselben Team angehörten.

Das gab er tagsüber auch bekannt, doch gegen Pattes Wortgewandtheit kam er nicht an, was ihn selbst an den Pranger bringen sollte. Das tat mir leid für ihn, doch man kann zumindest nicht sagen, er hätte es nicht versucht. Nun sprach sich auch Alina (Wahrsagerin) gegen Elias aus, der anzweifelte, dass es sich bei Bastie um den vergifteten Bibliothekar handelte. Zusätzlich stellte mir Saskia unauffällig ihre Künstlerfrage, die ich leider missverstand (Franz und Franjo sind einfach viel zu nah beieinander (>__>)) und später nochmal revidieren musste. Doch obwohl ihre Frage nicht schlecht war (angelehnt an die Schneiderinnenfähigkeit), sollte sie dem guten Team nicht mehr helfen.

Wir verabschiedeten uns vom Schnarr und gingen ein vorletztes Mal in die Nacht.

Im Schutz der Dunkelheit tötete Anna 1 (NoDashii/Dämon) dann Jakob, der sie mit seiner beschützenden Fähigkeit nur unnötig einschränkte. Damit verlor sich sein Schutz, der sonst Alina (Wahrsagerin) ermöglicht hätte, zumindest dieses Mal unvergiftet ihre Wahl zu treffen.

Diese war sich nun ganz sicher, dass Elias der Dämon sein musste, auch wenn er eigentlich nicht einmal ihr Roter Hering war.

Das stieß sie bei Tage ein weiteres Mal an und weil sie mehr als überzeugt von ihrer Ansicht war, ließ sich die verwirrte Menge überzeugen. Also schickten wir Elias ins Reich der Toten, obwohl er durchaus den richtigen Riecher mit Anna 1 hatte. Allerdings war diese Runde bereits zu weit fortgeschritten, als dass das Ruder noch herumgerissen werden konnte. Damit legte sich der Schleier der Nacht ein letztes Mal über unser Dorf, was gut war, denn es war mittlerweile auch in der echten Welt eine späte Stunde.

Anna 1 (NoDashii/Dämon) entschied sich dafür, sich Alina zu entledigen, denn als NoDashii war es durchaus klug, früher oder später seine Sitznachbar*innen zu opfern, um deren Vergiftung zu verschleiern. Tja, und mehr Leute musste ich des Nachts nicht mehr wecken. Ich wartete also einen kurzen Moment und dann begann auch schon der nächste Tag.

Dieser Tag, so gebe ich zu, dauerte länger als er hätte dauern sollen. Mein Dorf konnte sich nicht entscheiden, wen es hinrichten sollte, und das Gespräch drehte sich im Kreis. Ich zählte mehrfach von ‚5‘ abwärts, doch es kamen immer wieder neue Gespräche auf, die am Ende in folgendem Ergebnis mündeten: da alle vier Bösen noch am Leben waren, opferte sich einer (bzw. alle), wodurch des Nachts nur noch Saskia (Künstler) getötet werden musste, und das rote Team gewann mit lautem Jubelruf.

Und so beendeten wir den Abend mit einem fröhliche Unentschieden. Auch wenn ich mich dafür entschuldige, dass sich das Ende ein wenig unnötig gezogen hat 😅 ich gelobe Besserung, aber ich schätze mein Gehirn war dann auch irgendwann Matsch.


Sitzkreis YBLN (17.04.26)
Sitzkreis YBLN (17.04.26)

Damit ging auch diese YOURBLOODNIGHT wieder einmal zu Ende und ich freue mich schon sehr auf unsere nächsten Runden im Mai! (dicht gefolgt vom YOURBOARDSUMMER, bei dem ich auch die ein oder andere Runde leiten werde :3)

Auch dann wird uns wieder das Mika-Fit zur Verfügung stehen und vielleicht komme ich eines Tages etwas besser mit der Technik dort zurecht 😅. Zumindest klappt das mit der Klimaanlage mittlerweile.

Am Ende bleibt nur noch: Vielen lieben Dank fürs Lesen und Mitspielen!

Bis zum nächsten Mal!


(Anmerkung d. Redaktion: Rollen wurden entsprechend der Gender-Bezeichnungen im Spiel beibehalten, was jedoch nicht unkritisch gegenüber den Spieleentwickler*innen zu erachten ist.)



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