Blood on the Clocktower (YOURBOARDSUMMER)
- Betti Maus
- vor 3 Tagen
- 11 Min. Lesezeit
oder auch: Sterben im Freien
Am ‚letzten‘ Wochenende, dem 29.05. und 30.05.2026, war es so weit: die Zeit des YOURBOARDSUMMERs war angebrochen. Lange angekündigt und doch irgendwie immer in weiter Ferne fanden sich zu diesem besonderen Anlass insgesamt 24 wackere Spieler*innen – darunter 18 Neulinge (und darunter mehrere Kinder in Runde zwei am Samstag) – für zwei Runden "Trouble Brewing" verteilt auf zwei Tage.

„…da hab‘ ich sie einfach vergessen.“
Am Freitag, dem ersten Tag dieses Brettspiel-Events, setzten sich neun Spieler*innen zu mir in den Sitzkreis auf der Terrasse und lauschten andächtig den Gesängen der Vögel im Park des Chinesischen Pavillons. Drei von ihnen, von denen einer sogar den Dämon aus meinem Sack ziehen sollte, hatten dieses Spiel zuvor noch nie gespielt. Aber schauen wir uns ganz in Ruhe an, was an diesem Abend alles geschehen sollte.
Katha, als unser heutiges Waschweib, erfuhr in der ersten Nacht, dass entweder Shari oder Seb (Detektiv) der Totengräber sein musste.
Seb machte ich hingegen vor, dass entweder Franz-Joseph (Empath) oder Johan (Einsiedler) der Giftmischer war – das durfte ich, denn der Einsiedler kann auch als Scherge erscheinen. Hehe.
Auch Marco durfte ich ein bisschen hinters Licht führen: denn obwohl er von sich glaubte, der Koch zu sein, war seine eigentliche Rolle die des Trunkenboldes. Ich zeigte ihm ein Paar an, obwohl es keines gab, doch er verstand seine Fähigkeit falsch und blieb allgemein mit seiner Information eher unter dem Radar.
Franz-Joseph wusste nun, dass er seinen Sitznachbarn Seb und Nina (Scharlachrote Frau) nicht uneingeschränkt vertrauen konnte, denn er hatte als Empath von mir eine ‚1‘ gezeigt bekommen.

In der ersten Tagesrunde wurden wie immer nur vorsichtig Informationen ausgetauscht und als meine Spieler*innen wenige Minuten später wieder zu mir zurückkehren mussten, hatte sich außer Johan niemand als Außenseiter offenbart. Der hatte mit einer leichten Verzögerung den Einsiedler geclaimt, was ihn für den Großteil des Dorfes leider nicht weniger sus machte.
Bevor sich jedoch niemand – außer Johan (den man dadurch auch nicht hätte bestätigen können) – für das Gemeinwohl opferte, nominierte Katharina (Waschweib) sich selbst, allerdings ohne ihre Rolle und die dazugehörige Information zu offenbaren.
In der zweiten Nacht entschied sich Arne (Dämon) für Johan, was normalerweise nicht so sinnvoll gewesen wäre. Da dieser aber bereits verdächtigt wurde, lag für mein gutes Team die Vermutung nahe, dass er sich als Dämon einfach selbst getötet hatte.
Franz-Joseph (Empath) erhielt ein zweites Mal eine ‚1‘ von mir und Shari (Totengräber) zeigte ich wahrheitsgemäß den Waschweib-Token.
Am nächsten Tag wartete meine Gruppe darauf, dass sich ein Totengräber offenbaren mochte – zwar nicht der Menge, aber doch zumindest Katharina. Die verneinte das zwar in der großen Gruppe, gab später aber zu, dass sie sich doch unauffällig mit Shari ausgetauscht hatte. Dennoch waren sich meine Spieler*innen einig: eine*r von ihnen musste einfach sterben und Johan konnte man ja leider nicht zweimal töten. Also gab sich Seb (Detektiv) seinem Schicksal hin, allerdings nicht ohne seine Information zu droppen: bei Johan oder Franz-Joseph handelte es sich um den Giftmischer.
Diesem Argument nahm Johan direkt den Wind aus den Segeln, denn der Einsiedler konnte ja praktischerweise sowohl als Scherge als auch als Dämon erscheinen. Und was mein Dorf nicht wusste: der Giftmischer befand sich gar nicht im Spiel. Aber da ich sechs sehr erfahrene Spieler*innen in meiner Runde hatte, wollte ich sie zu gern ein bisschen challengen. 😅
In dieser Nacht entschied sich Arne (Dämon) für Franz-Joseph. Das wäre unter normalen Umständen eine sehr gute Entscheidung gewesen, immerhin handelte es sich bei ihm um den Empathen. Doch in diesem Fall hielt Anna ihre schützende Hand als Mönch über sein Haupt und verhinderte so seinen frühen Tod.
Franz-Joseph (Empath) erhielt derweil ein drittes Mal eine ‚1‘ und auch Shari (Totengräber) zeigte ich wahrheitsgetreu einen weiteren Token – den des Detektivs.

Am nächsten Tag wurde Franz-Joseph laut und lauter, denn in seiner Welt gab es nur einen möglichen Schluss: Nina musste zum bösen Team gehören! Immerhin war sie in all seinen Nächten die einzige Konstante gewesen. Da sie sich nun verteidigen musste, kam sie mit ihrer Rolle als Bürgermeister heraus und hatte mit Shari und Anna mindestens zwei Leute, die ihr ‚vertrauten‘.
Mich verwirrte das ein wenig, denn der Bürgermeister war keine meiner Bluffrollen gewesen, aber vielleicht hatte sich das rote Team auch einfach nicht besprechen können – ja, so musste es sein.
Da Marco (Trunkenbold/Koch) seine Fähigkeit missverstanden hatte, gab er
immer wieder kleine Hints auf Arne, die aber kaum gehört und noch weniger nachverfolgt wurden.
Am Ende glaubten meine Spieler*innen (zumindest der Teil, der genug Stimmen zusammen bekam), dass die Rolle des Empathen eine wundervolle Bluffrolle war und man verabschiedete sich von Franz-Joseph. Für Nina hatten sich zu seinem Missfallen leider zu wenige gemeldet.
In Nacht Nummer 4 wählte Arne (Dämon) Shari aus, die allerdings wie Franz-Joseph zuvor von unserem wackeren Mönch Anna beschützt wurde. Also würde es wieder keinen Toten geben, was tatsächlich gar nicht Mal so oft geschieht.
Dafür zeigte ich unserem Totengräber ein weiteres Mal die Wahrheit und ich konnte in ihren Augen sehen, dass sie mir mit jedem Mal ein bisschen weniger glaubte. 😅
Am Tage machte mein Dorf große Augen, denn wieder war keiner von ihnen gestorben! Arne warf vorsichtig ein, dass Anna – mittlerweile als geouteter Mönch – das sicher auch als eine Art Powerplay nutzen konnte, um sich selbst vertrauenswürdiger zu machen. Er hatte sich seinerseits den Soldaten gewählt und nun war ich noch verwirrter: weder der Bürgermeister noch der Soldat waren Teil meiner drei Bluffrollen gewesen. Und was ich noch seltsamer fand: Arne war sogar später noch einmal bei mir gewesen, um sie zu erfragen.
Später stellte sich heraus: er hatte sie beim Gang die Treppe runter vergessen 😅 und nachdem wir miteinander gesprochen hatten, gab es für ihn keine Möglichkeit mehr, mit Nina zu sprechen. Das ergab dann natürlich deutlich mehr Sinn für mich. 😅
Fünf Spieler*innen waren noch am Leben, was für neun Spieler*innen insgesamt erstaunlich viel war, und die Spur des Dämons war bisher gut verwischt worden. Da man Marco am wenigsten vertraute, verabschiedeten wir uns von ihm, allerdings nicht, ohne seiner Information zu lauschen: er hatte eine ‚1‘ erhalten. Was er nicht verstanden hatte, war allerdings, dass dies bedeutet, dass es ein böses Paar unter ihnen gab.
Und damit begann die letzte Nacht des heutigen Abends. Arne (Dämon) tötete Anna, damit diese ihm nicht mehr gefährlich werden konnte. Dabei hatte sie sich sogar dazu entschieden, ihn mit ihrer Fähigkeit zu beschützen. Shari (Totengräber) zeigte ich den Trunkenbold und ich konnte in ihrem Gesicht lesen, dass es für sie zwei Möglichkeiten gab:
1) sie war nüchtern und alle ihre Informationen waren wahr.
2) sie war selbst der Trunkenbold und alles, was ich ihr bisher gezeigt hatte, konnte Unfug sein.
Tja, und mehr Leute musste ich an diesem Punkt auch nicht mehr wecken. 😅
Tagsüber war die Diskussion dann laut, denn wenn sie jetzt den Falschen wählten, war das Spiel für das gute Team verloren. Nina (Scharlachrote Frau) bluffte weiterhin den Bürgermeister und plädierte dafür, niemanden zu töten, denn dann hätte Team Blau automatisch gewonnen. Franz-Joseph verwies ein weiteres Mal auf seine Fähigkeit und darauf, dass Nina in seiner Welt böse sein musste.
Nach ein wenig hin und her, nominierte Arne (Dämon) Nina und die Geister ließen sich dazu hinreißen, den Großteil ihrer Totenstimmen für unseren angeblichen Bürgermeister zu opfern.
Mit lautem Jubel sprühten die bunten Funken dem bösen Team zum Sieg und da es leider schon zu dunkel war, blieb es trotz leiser Rufe bei dieser einen Runde.
Brennen sollst du! (oder ich, je nachdem)
Am nächsten Tag fand ich mich kurz nach dem Mittagessen wieder im Chinesischen Pavillon ein, wo eine weitere Runde – diesmal allerdings auf der Wiese der kleinen Parkanlage – Blood on the Clocktower stattfinden sollte.
Meine ‚erste‘ Erfahrung mit OpenAir und ich muss zugeben, dass ich es so wohl nicht nochmal wiederholen würde. Das lag nicht an meiner Runde, sondern vielmehr an den Gegebenheiten aus starkem Wind und brutzelnder Sonne (ein bisschen Sonnenbrand habe ich immer noch 😅 herrje). Meine Runde aus 15 wackeren Spieler*innen, darunter auch einige Kinder unter 14 Jahre und alles Neulinge, bereitete mir wirklich große Freude und ich glaube, dass auch sie ein bisschen Spaß hatten.

In der ersten Nacht zeigte ich Lotta (Waschweib), dass entweder Fynn oder Sophie (Bürgermeister) der Totengräber war. In einer solch großen Gruppe wollte ich meinen Anfänger*innen einen triftigen Grund geben, sich am Tage hinzurichten. Moritz (Trunkenbold/Bibliothekar) hingegen deutete ich an, dass entweder Fynn (Totengräber) oder Lilou (Empath) betrunken sein mochten – das war er zwar selbst, aber das musste er ja noch nicht wissen. Für Phil (Detektiv) nutzte ich meine Strategie vom Vorabend und ließ ihn wissen, dass entweder Erik (Einsiedler) oder Martin (Soldat) der Giftmischer war. Der einzige Unterschied: diesmal wollte ich mit diesem kleinen Trick darauf verweisen, dass diese Rolle mit im Spiel war, auch wenn sie darauf später auch kommen sollten.
Vincent (Koch) konnte ich regelkonform belügen, denn es gab zwar eigentlich zwei Paare an bösen Spieler*innen, die nebeneinander saßen, aber da sich unter ihnen auch der Spion (Kurt) befand, zeigte ich ihm fröhlich lächelnd eine ‚1‘. Ganz genau wie Lilou: die saß neben unserem lieben Einsiedler und der verwässerte damit ihre Informationen.
Am Tag wurde dann deutlich mehr offenbart, als ich erwartet hätte, aber letztendlich kann man das Spiel ja spielen, wie man möchte. Phil erklärte direkt, dass er den Giftmischer bei Martin und Erik gesehen hatte, was Lilou mit ihrer ‚1‘ unterstrich. Erik verkündete lautstark, dass es sich bei ihm um den Einsiedler handelte, und da sonst niemand einen Außenseiter claimte, glaubt man ihm – vorerst.
Leider dachte mein Dorf nicht daran, dass Phils Aussage sich mit dieser Erklärung begründen ließ, sondern setzte seinen Fokus auf Martin, der dem als Soldat nicht sonderlich viel entgegenzusetzen hatte. Toni (Jungfrau) verhielt sich recht still, wollte er seine Fähigkeit schließlich vom Richtigen auslösen lassen.
Nach einer energischen Diskussion verabschiedeten wir uns von unserem tapferen Soldaten und gingen in die Nacht.
In dieser wählte Felix (Dämon) Sophie, doch da es sich bei ihr um den Bürgermeister handelte, ließ ich den Kill abprallen und tötete stattdessen Vincent (Koch). Damit hakte ich praktischerweise mehrere Kästchen ab:
1) das gute Team verliert eine nicht so wichtige Rolle.
2) der Bürgermeister bleibt dem Dorf noch etwas erhalten.
3) da Lilou (Empath) vergiftet worden war, zeigte ich ihr eine ‚2‘ und machte damit Erik (noch mehr) und zusätzlich Lotta (Waschweib) verdächtig.
Unserem Totengräber Fynn zeigte ich derweil den Soldaten-Token, um damit Martin zu bestätigen, der ja fälschlicherweise als Giftmischer beschuldigt worden war.

Am Tage wurde wieder viel und laut diskutiert und da Vincent nun nichts mehr zu verlieren hatte, gab auch er seine Information preis. Über Umwege erfuhr mein Dorf noch zusätzlich, dass Martin die Wahrheit gesprochen hatte – soweit man das in diesem Spiel bestätigen kann.
Also blieb aus der Zweierriege nur noch Erik übrig, und obwohl er sich alle Mühe gab, die Schöffen von seiner Unschuld zu überzeugen, ließen sie sich leider nicht erweichen.
Wieder einmal wurde es Nacht und Felix entschied sich dafür, Phil (Detektiv) zu töten. Der hatte sich zwar offenbart und war für unseren Dämon keine wirkliche Gefahr mehr, doch er war am Tag sehr laut gewesen – und wer konnte schon sagen, ob er nicht selbst der Imp gewesen war, der sich doch selbst getötet hatte?
Fynn, der Arme, war nun doppelt verwirrt: vergiftet und dann hatte er auch noch den Einsiedler ausgegraben. Unschuldig lächelnd zeigte ich ihm, was in seine Welt gut passte, und zwar natürlich den Tokens des Giftmischers. Hehe.
Und Lilou? Der zeigte ich nun eine nüchterne ‚0‘ und das verwirrte sie sogar noch mehr als unseren Totengräber. Genug, dass sie von jetzt an davon ausging, dass sie betrunken sein musste.
Tagsüber wechselten wir dann ohne viel Federlesen den Standort, denn mittlerweile hatte sich der Stand der Sonne geändert und dreiviertel meines Dorfes waren bereits gar.
Auf der anderen Seite der Wiese – schönerweise im Schatten – wurde dann munter weiter diskutiert, allerdings ohne ein passables Opfer, zum Leidwesen meinerseits.
Sofy (Dämonenjäger) und Toni (Jungfrau) sparten sich ihre Fähigkeiten weiter auf und niemand konnte genügend Stimmen auf seinem Kopf versammeln.
In der vierten Nacht gab es nicht mehr allzu viel für mich zu tun. Felix (Dämon) tötete Lotta und Lilou (Empath) zeigte ich ein weiteres Mal eine ‚0‘, die sie nur mit einem kleinen Nicken quittierte.
Am nächsten Tag wurde die Diskussion wieder lauter, immerhin gab es nun schon sechs verstorbene Spieler*innen unter ihnen! Und noch immer keinen wirklichen Hinweis auf den Dämon in Sicht.
Da Kurt bisher (wie andere Spieler*innen auch) eher ruhig gewesen war, wurde er dazu gedrängt, seine Rolle zu offenbaren. Zu meiner freudigen Überraschung claimte er den Rabenhüter, was eine wirklich gute Bluffrolle für den Spion ist. Da nun klar war, dass der Dämon ihn nun nicht mehr des Nachts töten würde (haha), opferte er sich freiwillig für das Allgemeinwohl. Um ganz sicher zu gehen, schoss Sofy (Dämonenjäger) noch auf Toni, sollte es sich bei ihnen um besagtes Koch-Paar handeln. Doch der Schuss ging ins Leere und so verabschiedeten wir uns von Kurt und gingen in die Nacht.
Im Schutz der Nacht tötete Felix (Dämon) schließlich Lilou, wodurch sich meine Aufgabe ein weiteres Mal verkleinerte – allzu viel hatte ich nicht mehr zu tun.
Vom guten Team gab es nur noch Fynn, der Informationen erhielt und netterweise durfte ich ihm bei Kurt zeigen, was ich wollte. In diesem Fall den Rabenhüter-Token, schließlich hatte er das in der großen Runde geclaimt. Und wer bin ich, mich dem entgegenzustellen?

Nach Sonnenaufgang und lauten Diskussionen wurde nun endlich Tonis Fähigkeit als Jungfrau auf die Probe gestellt – erstaunlich spät, aber letztlich kann das ja jede*r für sich entscheiden. 😅
Und zwar von Sophie (Bürgermeister). Damit hatte ich nicht gerechnet, aber das kam dem bösen Team gerade recht. Felix hatte nämlich die Fähigkeit des Bürgermeisters missverstanden und glaubte, dass seine Versuche, sie zu töten, jedes Mal abprallen würden.
Damit, dass mit der Fähigkeit der Jungfrau die Tagphase direkt endete, hatte mein Dorf allerdings nicht gerechnet, und so schlief es mit lautem Protest wieder ein.
In dieser Nacht tötete Felix dann auch noch Fynn (Totengräber), was meine Aufgabe auf ein absolutes Minimum begrenzte – jetzt gab es nur noch den Dämon und seinen Giftmischer.
Am vorletzten Tag musste sich leider Jonathan (Scharlachrote Frau) dem Dorf entgegenstellen und da es nicht genügend Bluffrollen für das böse Team gab, teilten sich er und Claas (Giftmischer) die der Wahrsagerin. Leider konnte er vor Nervosität – was ich total verstehen kann – kein Beispiel an Leuten nennen, die er des Nachts überprüft hatte, weswegen er auf dem Schafott landete.
Da waren es nur noch fünf.
Und damit ging es in die letzte Nacht, in der sich beide aus Team Rot für Moritz (Trunkenbold/Bibliothekar) entschieden. Fairerweise waren auch nicht mehr allzu viele Spieler*innen übrig, die man dafür noch hätte ‚verwenden‘ können.
Der letzte Tag begann und eines stand fest: wenn sie sich jetzt dafür entschieden, jemanden hinzurichten und sich dieser als der*die Falsche herausstellte, hatte mein gutes Team verloren. Vier Spieler*innen waren noch am Leben, einer davon der Dämon. Würde am Tag und dann in der Nacht jemand sterben, gäbe es am nächsten Morgen nur noch zwei Lebende – was die Siegbedingung für das böse Team ist.
Mittlerweile war man sich recht sicher, dass es entweder Felix oder Claas sein mussten. Doch wer konnte es sein, immerhin hatten sie nur einen Versuch?
Und dann geschah etwas lustiges: Felix sammelte genug Stimmen, um hingerichtet zu werden, was ein Sieg für die Blauen bedeutet hätte.
Doch dann war es an Claas, Stimmen zu sammeln, und mit ein wenig Glück und unter Nutzung seiner eigenen Stimme, gelang es ihm, genau ein Handzeichen mehr zu sammeln als sein Obermufti 😅.
Damit gewann auch in dieser Partie das böse Team und klatschte sich begeistert johlend ab.
Ich gab laut (der Wind machte es mir und meinen Spieler*innen nicht besonders leicht, was die Akustik anging) die einzelnen Rollen und besonderen Vorgänge bekannt und schon begannen die lauten Gespräche, die immer nach ein oder mehreren Runden Blood on the Clocktower entbrennen.
Zu sehen, mit wie viel Emotionen die Aufarbeitung der beiden Runden stattfand, erwärmte mein Herz, und wer weiß, vielleicht sehen wir ja den ein oder die andere mal zu einer YOURBLOODNIGHT wieder. :3

Und damit ging der YOURBOARDSUMMER zu Ende und ich freue mich schon sehr auf unsere nächsten Runden zur YOURBLOODNIGHT im Juli!
Abschließend bleibt nur noch: Vielen lieben Dank fürs Lesen und Mitspielen!
Bis zum nächsten Mal!
(Anmerkung d. Redaktion: Rollen wurden entsprechend der Gender-Bezeichnungen im Spiel beibehalten, was jedoch nicht unkritisch gegenüber den Spieleentwickler*innen zu erachten ist.)


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