Blood on the Clocktower (YOURBLOODNIGHT)
- Betti Maus
- 7. Dez. 2025
- 11 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Jan.
oder auch: dreifaches Chaos auf der Con

Letztes Wochenende (21.–24.11.2025) war es nach einer langen Durststrecke mal wieder an der Zeit, sich in Liebethal zur YOURBOARDCON zu versammeln; insgesamt die fünfte – meine dritte bisher.
Wer mich kennt, der weiß vielleicht, dass ich vor genau einem Jahr das erste Mal bei einer Con dabei war und auch das erste Mal überhaupt eine Runde Blood on the Clocktower geleitet habe. Wer nicht, sollte wohl den ersten Beitrag dieser kleinen Reihe nochmal durchlesen, in welchem ich in einem kleinem Abriss meine persönliche Geschichte zu diesem Spiel erzähle. Und so sollte es natürlich auch hier wieder drei Runden geben, die sich über das Wochenende verteilen würden.
Ein Spion? Unter uns? Das glaube ich nicht.
Dreizehn Spieler*innen hatten sich für die erste Runde angemeldet und obwohl ich die meisten von ihnen bereits kannte, gab es doch das eine oder andere neue Gesicht. Da für den Abend mein kleines ‚Special‘ geplant war, spielten wir in dieser Runde "Trouble Brewing", um das Gefühl für dieses Skript wieder etwas aufzufrischen – es ist erstaunlich, wie simpel mir dieses Skript mittlerweile vorkommt.
Patte, als unser heutiges Waschweib, erfuhr in der ersten Nacht, dass entweder Stefan oder Eva (Koch) der Rabenhüter sein musste. Dass Stefan eigentlich der Spion war, der ihm als eine Bürgerolle erscheinen konnte, musste Patte ja nicht gleich wissen. Chris (Trunkenbold/Bibliothekar) gab ich zu verstehen, dass entweder Sebastian (Totengräber) oder Mandy (Empath) betrunken sein konnten. Eva zeigte ich eine ‚1‘, denn durch Fabi (Einsiedler) konnte ich vollkommen regelkonform ein wenig tricksen. Auch Mandy erhielt eine ‚1‘ und dann konnte Stefan noch ein bisschen in meinem Grimoire stöbern. Das waren die Informationen der ersten Nacht und sollte damit fürs Erste für genug Gesprächsstoff sorgen – ich drückte fest meine Daumen in der Hoffnung, dass meine kleine List um die Rolle des Spions diesmal aufgegangen war.

In der ersten Tagesrunde wurden vorsichtig Informationen untereinander ausgetauscht und als meine Spieler*innen nur wenige Minuten später wieder zu mir zurückkehren mussten, stellte sich mir Folgendes dar: Patte nominierte Lars (Jungfrau) ohne jegliche Gruppengespräche und nachdem ich meine Überraschung verarbeitet hatte, erlitt Patte einen Herzinfarkt und es ging direkt wieder in die Nacht.
In dieser entschied sich Anna (Dämon) dafür, Mandy (Empath) zu ermorden, welche gleichzeitig auch von Maria (Giftmischer) vergiftet worden war – leider kann man sich des Nachts nicht untereinander absprechen. Sebastian (Totengräber) offenbarte ich Pattes Rolle als Waschweib und wieder einmal durfte sich Stefan in meinem Grimoire umschauen.
Diesmal drehte sich das Gespräch um Maria (Giftmischer) und ihre Bluffrolle. Anscheinend war meine kleine Falle zugeschnappt und hatte Patte tief in ihrem Inneren begraben, der nun Stein und Bein schwor, man könne Stefan vertrauen. Noch wurde nicht darüber gesprochen (nur von Patte angedeutet), um welche Rolle es ging, doch es war klar in der Gruppe zu merken: Maria muss weg!
Und so kam es dann auch und ein weiteres Mal ging es in die Nacht.
In der Nacht wählte Anna Ron (Dämonenjäger), der ihr in der Zukunft noch durchaus gefährlich hätte werden können. Sebastian zeigte ich wahrheitsgetreu den Giftmischer, von dem ich erst später erfuhr, dass er sich selbst für den Trunkenbold hielt.
Der Rest war entweder tot oder musste nachts nicht mehr geweckt werden, was meine Arbeit deutlich erleichterte.
Tagsüber war man sich nach ein wenig hin und her einig, dass man Dennis (Bürgermeister) nicht vertrauen konnte und es vielleicht eine Scharlachrote Frau geben mochte. Zusätzlich begann sich allmählich eine Front zwischen Mike (Baron) und Patte aufzubauen, da sich die beiden immer wieder verbal duellierten. Mike gab vor, der Einsiedler zu sein, und das so gut, dass sich Fabi irgendwann unsicher an mich wandte, ob sie sich in ihrer Rolle geirrt hatte. Schlussendlich entschied man sich für Dennis, der seine Rolle nicht hundertprozentig kannte (er dachte die Fähigkeit würde auch bei Tag ausgelöst werden), was man ihm zur Last legte und wir verabschiedeten uns von ihm. Anna entschied sich in dieser Nacht für Chris (Trunkenbold/Bibliothekar), was verschiedene Gründe haben konnte:
1) Sie wollte den Fakt verschleiern, dass es einen Spion gab.
2) Sie wollte verhindern, dass Chris tagsüber hingerichtet wurde und Sebastian dadurch erfuhr, dass er der wirkliche Trunkenbold war.
3) Ihr war langweilig.
Was davon wahr oder nicht wahr ist, kann ich leider nicht sagen. Ich weiß nur, dass sie tat, was sie tat, und dass ich Sebastian (Totengräber) noch den Bürgermeister-Token zeigte, bevor auch diese Nacht wieder vorbei war.
Am Tag mussten nun alle wenigstens andeuten, was sie sein konnten, um herauszufinden, wen man nun hinrichten sollte. Neben unserem Doppel-Einsiedler-Claim gaben Sebastian und Eva an, Totengräber und Koch zu sein. Stefan (Spion) versteckte sich hinter der Rolle des Rabenhüters und Anna bluffte die des Mönchs. Lars (Jungfrau) war durch Patte bestätigt worden und da dieser vehement gegen Mike (Baron) diskutierte, schloss sich ihm die Masse an – zumal Fabi (Einsiedler) sich anbot, danach zu sterben, sollte das noch nötig sein.
Also verabschiedeten wir uns von Mike und gingen ein letztes Mal in die Nacht.

Als ihr letztes Opfer wählte Anna Sebastian, wodurch nur noch fünf Spieler*innen am Leben waren. Das war auf der einen Seite eine gute Idee, denn der Totengräber ist eine wichtige Figur. Andererseits hatte sie sich als Mönch offenbart und der logische Schluss für das böse Team wäre gewesen, sich diesem zu entledigen. Nun ja, im Nachhinein ist man immer schlauer.
Schlussendlich entschied sich das Dorf dafür Anna zu richten und damit ging diese Runde an das gute Team (1:0). Lustigerweise hat mein Netz für den Spion so gut funktioniert, dass Stefan es sicher irgendwie bis zum Ende geschafft hätte 😅.
das sind ja viel zu viele…
Für die zweite Runde, mein kleines ‚Special’, hatten sich ganze zwölf Spieler*innen angemeldet und diesmal kannte ich tatsächlich alle von Anfang an. Voraussetzung für die Partie war, dass man "Trouble Brewing" bereits ein paar Mal gespielt hatte. Der Kniff dieses kleinen ‚Specials‘ war nämlich Folgender: wie in der kleinen Stadt Innsmouth (H.P. Lovecraft) würden meine Spieler*innen ohne ihre Erinnerungen erwachen.
Wie das ging? Nun, das ist einfach erklärt.
Bevor meine Spieler*innen eintrudeln würden, hatte ich bereits die Rollen passend zum Sitzkreis gezogen, der mein Grimoire widerspiegelte. Auch die passenden Marker hatte ich bereits verteilt und einzig wo sie sich hinsetzen würden, war der überraschende Teil meiner Vorbereitung.
Da sie nicht wissen konnten, ob sie in der Nacht geweckt werden würden und ob sie ihren Informationen vertrauen konnten, gab es eine Sonderregel: ein Mal pro Tag-Phase durfte jede*r privat zu mir kommen und erraten, welche Rolle er/sie innehatte – ich wurde erstaunlich oft gefragt, ob jemand die Heilige sei (eine durchaus kluge Frage, wenn man nachts nicht geweckt wird).
Zuerst weckte ich Patte (Giftmischer) und Jakob (Scharlachrote Frau) – die beiden Schergen – und zeigte ihnen Sascha als ihren Dämon. Danach erfuhr Vanessa (Trunkenbold/Koch), dass vom roten Team zwei Spieler*innen nebeneinander saßen (theoretisch hätte man ihr statt einer ‚1‘ eine ‚3‘ zeigen können).
Micha (Detektiv) zeigte ich vollkommen legal den Giftmischer zwischen Stefan (Einsiedler) und Anna (Mönch). Mario (Waschweib) hingegen wusste nun, dass entweder Meggy (Wahrsagerin) oder Johan der Soldat sein mussten. Meggys Frage, ob Jakob oder Johan der Dämon seien, musste ich verneinen.
Und damit sollte der erste Tag beginnen, den ich absichtlich etwas kürzer gestaltete, damit es durch die Ungewissheiten zu keinen unangenehmen Längen kommen würde.
Am ersten Tag wurden kaum Informationen ausgetauscht und es bildete sich eine kleine Schlange vor dem Klo, meinem Sprechzimmer 😅.
Nachdem meine Spieler*innen wieder zu mir zurückgekehrt waren, ergriff Vanessa das Wort und ließ sich aber überreden, ihre Rolle noch geheim zu halten. Ein möglicher Totengräber könnte ja innerhalb des nächsten Tages zu ihr kommen und ihr dann ihre wahre Rolle offenbaren. Da sich der Rest sehr unsicher war, ging die Menge mit diesem Vorschlag mit und verabschiedete unseren vermeintlichen Koch mittels gemeinschaftlicher Lebensmittelvergiftung.
Und damit ging es auch schon wieder in die Nacht: Sascha tötete Anna (Mönch), die ich noch kurz zuvor geweckt hatte und deren Verwirrung geradezu greifbar war. Unterdessen entschied sich Patte, Meggy (Wahrsagerin) für den Rest ihres Lebens zu vergiften, wodurch ich ihr ab jetzt anzeigen konnte, was ich wollte – danke dafür :>.

Am nächsten Tag war man sich unsicher, wie man nun weiter vorgehen sollte. Ein Großteil der Leute wusste noch immer nicht, welche Rolle sie innehatten und doch musste man ja einen von ihnen hinrichten. Was also tun? Micha (Detektiv) stellte nun heraus, dass er zu Beginn der Runde erfahren hatte, dass entweder Stefan oder Anna der Giftmischer seien – er hatte wohl im ersten Moment geglaubt, er wäre der Giftmischer.
Stefan (Einsiedler) stritt das ab, ging aber davon aus, dass es sich bei ihm um keine wichtige Rolle handelte, und nur um sicherzugehen, durfte er einen improvisierten Schuss auf Johan abgeben. Leider war weder er der Dämonenjäger noch Johan der Dämon, weswegen die Shotgun eine unerwartete Ladehemmung hatte. Dann musste Stefan aufs Schafott und wir gingen wieder in die Nacht. Innsmouth-typisch begann unser kleines Städtchen, sich auch langsam in Schlamm und Wohlgefallen aufzulösen.
Wieder einmal wurde es Nacht und Sascha (Dämon) entschied sich dafür, Lars (Rabenhüter) zu töten, was allerdings dessen besondere Fähigkeit triggerte. Der wählte seinerseits Mike aus, der neben ihm saß, und wusste nun, dass es sich bei diesem um den Bürgermeister handelte – ganz im Gegensatz zu Mike selbst.
Tagsüber stellte sich dann heraus, dass es noch sage und schreibe zwei Erste-Nacht-Rollen gab: Micha und Mario. Letzterer wurde von der Gruppe für sein langes Warten gescholten und gerichtet. Johan sah bereits seine Flöße wieder davon schwimmen, denn nun sank das Vertrauen wieder, das man ihm zuvor für seine Ehrlichkeit geschenkt hatte. Mike verifizierte seine Rolle bei mir und Sascha, der sich absichtlich selbst vorschlug, bekam die Anweisung, mich nächstes Mal nach dem Bürgermeister zu befragen (Meggy war ihm tatsächlich zu wohlgesonnen in dieser Partie). Nun, da sich Mike sicher sein konnte, wer er war, konnte er sich mehr darauf konzentrieren, wer vielleicht nicht war, was er vorgab zu sein. Und seine Wahl fiel… auf Patte, was richtig und durchaus unterhaltsam war. Noch begann es mit kleinen Sticheleien, doch es sollte sich noch zu viel höheren Horizonten aufschwingen.
In der Nacht wählte Sascha nun Meggy (Wahrsagerin), die sich am Tag zuvor noch um Kopf und Kragen geredet hatte – sie hatte Sascha dabei sogar verteidigt. Dadurch verfiel Pattes Gift, aber tot ist schließlich am besten, nicht wahr? Tagsüber wurde niemand getötet und die Front zwischen Mike und Patte klaffte weiter auf: Mike sprach sogar die magischen Worte aus, nur um vor versammelter Mannschaft zu resümieren, dass man Patte seiner Meinung nach nicht vertrauen konnte. Seltsamerweise gingen sich Jakob und Patte schon den ganzen Abend aus dem Weg, was dem guten Team nun allmählich übel aufstieß. Bekämpften sich die beiden doch normalerweise bis aufs Blut, wenn sie sich in unterschiedlichen Lagern aufhielten (oder beide gut waren). Unser angeblicher Totengräber winkte daraufhin nur lachend ab und erklärte, dass Jakob für ihn momentan keine Gefahr sei und dass er nur getan habe, was seine Rolle ihm vorgegeben hätte. Das Gespräch drehte sich noch kurz, wurde dann aber von meinem Zählen unterbrochen und zumindest für diesen Tag beendet. Durch #mathe und Vanessa war mein feuchtes Städtchen aber nicht traurig darüber, dass sie für heute kein Opferlamm hatten, und wir gingen ein weiteres Mal in die Nacht.
In der Dunkelheit vollführte unser böses Team einen vorher durchdachten Kniff: Patte vergiftete Johan (Soldat), der anschließend von Sascha getötet wurde. Die einzige Möglichkeit, für den Soldat im Schlaf zu sterben, zumindest in "Trouble Brewing".
Tagsüber wurde dann Patte gerichtet – Sascha hatte das zufälligerweise nicht mitbekommen – mit einem tief verwurzelten Groll Mike gegenüber. Dieser verwies ein weiteres Mal darauf, dass Patte ihn um jeden Preis am Galgen sehen wollte, Jakob aber nichts vorzuwerfen hatte, obwohl dieser sich ebenfalls zwischendurch gegen unseren angeblichen Totengräber ausgesprochen hatte.
Aber das Gesicht von Johan, der sich sicher sein konnte, dass er tatsächlich der Soldat war, hättet ihr mal sehen sollen. Und während wir uns von Patte verabschiedeten, waren sich alle sicher: der nächste muss Jakob sein.

Das letzte Opfer dieses Abends sollte Micha sein, wodurch nur noch Jakob, Mike und Sascha übrig blieben. Eine wirklich interessante Kombination aus Menschen.
Von den dreien standen vorrangig Jakob und Mike im Rampenlicht, denn warum sollte der Dämon so dumm sein und den angeblichen Bürgermeister nicht töten, wenn er so kurz vor Ende am gefährlichsten ist? Jakob hingegen hatte den Empathen geblufft und war dabei für einen Teil der Gruppe nicht besonders überzeugend gewesen – „und jetzt sitzt er einfach nur da und sagt ‚hmm … ja also … hmm … ich hatte erst eine eins, dann zweimal eine null, hmm … und jetzt eine zwei.‘, als ob der der Empath ist!“ Man kann ihm jedoch nicht vorwerfen, dass er es nicht zumindest versucht hätte, denn der/die ein*e oder andere bezog sich durchaus auf seine eher nutzlosen Informationen beim eigenen Weltenbau.
Sascha war noch am unauffälligsten von den dreien und spielte den ‚alten und verwirrten‘ Mann wirklich bravourös.
Patte kündigte an, dass seine Totenstimme allein für Mike reserviert sei, und Johan sprang auf diesen Zug mit auf, um dasselbe für Jakob zu verkünden.
Und wie das mit einer verwirrten Menge so ist, sprangen sie alle einfach alle auf den letzten Zug mit auf. Die Stimmen für Jakob (Scharlachrote Frau) flogen mir nur so zu und obwohl nur noch drei Spieler*innen am Leben waren, sammelte er ganze ‚9‘ Stimmen. Patte hielt nur völlig verblüfft sein eigenes Licht in die Luft, das ja eigentlich für Mike bestimmt gewesen war, und wisperte geradezu: „Das sind ja viel zu viele …“ – vielleicht ging den Guten dabei auf, dass sie soeben einen fatalen Fehler begangen hatten.
Da es nun keine Totenstimmen mehr gab, war es für das gute Team rein mathematisch nicht mehr möglich, diese Partie zu gewinnen, und ich (und noch einige andere, die ich leider nicht benennen kann, weil ich so doll lachen musste) konnte mich vor Lachen einfach nicht mehr halten.
1:1, würde ich da mal sagen, und damit verschwand unser kleines Innsmouth leider von der Landkarte hinab in das feuchte Reich Dagons.
Ein Dämon kommt selten allein
Diese Partie stand für eine gewisse Zeit auf der Kippe, doch ich kann mit Stolz sagen, dass sich am Ende ganze neun Spieler*innen für die dritte und letzte Runde angemeldet hatten. Da von ihnen alle bereits ein wenig Erfahrung mit Blood on the Clocktower hatten, war es mir endlich möglich, meine bisher zweite Runde "Uncertain Death" (von Matt; Reddit-User aus der BotC-Community) zu leiten!
Da für mich auch schon Sonntag war, mussten wir unser Setup leider zweimal ziehen – ein Umstand, den zum Glück nur ich jedes Mal hervorheben muss 😅.
Aber dadurch konnte ich gleich zweimal sehen, wie Seb den Pukka – ein Dämon, der erst vergiftet und anschließend tötet – aus dem Beutel zog. Empirisch gesehen (source: trust me, bro) wird der Dämonen-Token am Abend eher von derselben Person gezogen, als von unterschiedlichen Leuten. Seb (Dämon) wählte Sascha (Uhrmacher) als sein erstes Opfer, wodurch ich dessen Informationen verfälschen durfte. Also zeigte ich ihm eine ‚2‘, statt einer ‚1’ und Lars (Wahrsagerin) durfte ich – vollkommen legal (Roter Hering, Einsiedler, Dämon) – jedes Mal zunicken, obwohl er sich jedes Mal mit anderen Leuten beschäftigte.
Tagsüber offenbarte sich Sascha direkt und ließ sich ohne viel federlesen hinrichten, während der Rest noch eher verschlossen blieb. Anna (Mutant) versteckte sich geradezu auf dem Klo, um bloß nicht ihre Rolle zu verraten und dafür von mir zur Rechenschaft gezogen zu werden. In der großen Runde verteilte er dann auch direkt zwei kleine, rote Flaggen an Seb und Mario, die sich nicht für ihn gemeldet (und anscheinend eine schlechte Körperspannung) hatten.
Da Vanessa (Liebchen) tagsüber sehr direkt auf Leute zugegangen war, um Informationen auszutauschen, sammelten sich die Token diese Nacht geradezu bei ihr. Johan, als Mönch, entschied sich dazu, sie zu beschützen, während Mike (Exorzist) ihr hingegen zu misstrauen schien und sie deshalb mit seiner Fähigkeit auswählte.
Seb (Dämon) deutete seinerseits auf Anna, die sich sogar eher freuen würde, wenn sie von ihrem Ableben erfuhr.
Am nächsten Tag konnte ich verkünden, dass tatsächlich niemand von ihnen verstorben war – und das verwirrte wiederum alle. Hatte Johan Vanessa beschützt und sie war deswegen nicht gestorben? Hatte Mike den richtigen Dämonen gewählt, wodurch Vanessa nicht hatte töten können? Oder gab es hier einen Pukka und Sascha (Uhrmacher) war derjenige gewesen, der in der Nacht an seinem Gift gestorben wäre, hätte er sich nicht selbst gerichtet?
Da Johan am Tag zuvor (im echten Leben) wohl etwas zu tief in eines seiner Gläser geschaut hatte, fehlte es ihm ein wenig an Elan und seinem üblichen Temperament – was ihn direkt in ein verfrühtes Grab führte. Dennoch: Go Team!
Nachts verstarb dann Anna und war endlich von ihrem Fluch des Mutanten-Seins befreit 😅. Seb erwählte sein neues Opfer: Stefan (Einsiedler). Mike (Exorzist) entschied sich diesmal für Lars, auch wenn das keinen Einfluss auf unsere Wahrsagerin hatte.

Am Tag wurde dann hart zwischen Vanessa und Seb diskutiert, wobei ich erst dachte, wir würden uns von unserem Liebchen verabschieden und damit Mario (Pate) einen Kill ermöglichen. Aber letztlich wurde dann doch unser werter Dämon mit den schlimmsten Flachwitzen gefoltert, bis ihm nicht nur Blut, sondern auch bunte Funken aus den Ohren schossen. Es war ihm einfach nicht möglich gewesen, die rote Flagge, die Sasha ihm verpasst hatte, abzuschütteln, obwohl er ein äußerst überzeugendes Blumenmädchen war.
2:1 – für das gute Team, eine gute Bilanz, wie ich finde.
Vielen lieben Dank! Für die Con, für meine wackeren Spieler*innen und dafür, dass ich nun seit einem Jahr Teil dieser Community sein darf. Ein ganzes Jahr, in dem ich dieses Spiel noch viel mehr lieben lernen durfte! Es ist toll, euer designierter Storyteller sein zu dürfen.
Und damit wünsche ich euch eine schöne Adventszeit und ich hoffe, ich sehe so viele wie möglich von euch zu unserer kleinen Weihnachtsfeier oder dann im Februar, wenn wir uns alle wieder in Liebethal versammeln.


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